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Rainer Maria Rilke

Rainer Maria Rilke

Prag 1875 -
Val-Mont 1926


Der Künstler Rainer Maria Rilke wird am 4. Dezember 1875 als Sohn des Militärbeamten Josef Rilke (1838-1906) in Prag geboren. Mutter Sophie (1851-1931) ist Tochter eines Kaufmannes und Kaiserlichen Rats. Sie fühlt sich unter ihrem Stande verheiratet und trennt sich 1885 von ihrem Mann, um in die Nähe des Kaiserlichen Hofes nach Wien zu ziehen.
Rainer Maria Rilke verbringt seine ersten vier Schuljahre auf einer katholischen Klosterschule in Prag. Da eine gymnasiale Schulausbildung finanziell nicht möglich ist, geht er auf Wunsch seines Vaters 1886 bis 1891 an die Militärschule St. Pölten und anschließend an die Militär-Oberrealschule in Mährisch-Weißkirchen. Die theoretische Ausbildung meistert er erfolgreich, jedoch weicht der sensible Rilke den körperlichen Anstrengungen als auch den harten Umgangsformen unter den Mitschülern aus und bricht 1890 die militärische Ausbildung ab.
Anschließend geht er Ende 1891 auf Beschluss seiner Eltern auf die Handelschule in Linz. Zu diesem Zeitpunkt veröffentlicht Rainer Maria Rilke sein erstes Gedicht und widmet sich mehr der literarischen Arbeit. Im Selbststudium bereitet sich Rainer Maria Rilke intensiv auf das Abitur vor und studiert anschließend Kunst- und Literaturgeschichte in Prag, München und Berlin.
Im Jahr 1897 begegnet Rilke der 36-jährigen Lou Andreas-Salomé, die bereits literarisch erfolgreich ist, sie veröffentlicht u.a. die erste Biografie Friedrich Nietzsches. Das Ehepaar Salomé reist gemeinsam mit Rainer Maria Rilke von 1899 bis 1900 nach Russland. Er ist tief beeindruckt von dem Land, vor allem aber von der besagten "russischen Seele" der Menschen. In Moskau und St. Petersburg besichtigt er Museen und trifft verschiedene Maler sowie den Schriftsteller Leo Tolstoi.

Nach seiner Rückkehr verarbeitet er seine Eindrücke und Erlebnisse in neue Gedichte. Im Jahr 1900 zieht Rilke in die Malerkolonie Worpswede und heiratet die Bildhauerin Clara Westhoff, von der er sich zwei Jahre später wieder lossagt.
Rainer Maria Rilke arbeitet 1905 für einige Monate als Privatsekretär von Auguste Rodin in Paris, Zerwürfnisse trennen jedoch deren Zusammenarbeit.
Seine Reisen führen Rilke nach Nordafrika, Ägypten, Spanien. Im Jahr 1911/12 lebt er auf Schloss Duino an der Adria bei der Fürstin Marie von Thurn und Taxis.
Später, nach Ausbruch des Ersten Weltkrieges, wird Rilke kurze Zeit zum österreichischen Landsturm verpflichtet, wird aber wegen gesundheitlicher Beanstandungen wieder entlassen.
Nach Ende des Krieges hält er sich in der Schweiz auf, ab 1921 verbringt Rilke einige Zeit auf Schloß Muzot im Kanton Wallis, das ihm sein Mäzen Werner Reinhart zur Verfügung gestellt hat. Dort findet Rainer Maria Rilke, nachdem er unmittelbar nach dem Krieg keine bedeutenden literarischen Arbeiten verfasste, wieder zum Schreiben.
Am 29. Dezember 1926 verstirbt Rainer Maria Rilke im Sanatorium Val-Mont bei Montreux an Leukämie.

Ketterer Kunst
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